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Der Zisterzienserorden entstand als
benediktinischer Reformzweig im 12. Jhd. Die Gründungsväter waren:
Robert von Molesme (+1111), Alberich (+1109) und Stephan Harding
(+1134). Alle drei Geistlichen wollten mit ihrem neuen Orden dafür
sorgen, dass die Benediktregel wieder strenger befolgt wird und dass
ihre Mönche in Askese und Armut lebten.
Der Orden wurde zentralistisch
aufgebaut. Das Mutterkloster war in Cîteaux; die ersten vier nach ihm
gegründeten Klöster entstanden in La Ferté, Pontigny, Clairvaux und
Morimond.
Besonders wichtig für die weitere Entwicklung des Ordens
wurde Bernhard von Clairvaux, der 1090 in einer burgundischen
Adelsfamilie geboren wurde. Er trat mit 22 Jahren ins Kloster Cîteaux
ein und wurde bereits im Jahr 1115 von Stephan Harding als Gründungsabt des Klosters Clairvaux entsandt. Bernhard war ein
brillanter Prediger (Rhetoriker) seiner Zeit und ein Mann von überwältigender
Überzeugungs- und Überredungsgabe. So konnte er z.B. den deutschen und
den französischen König dazu bewegen, am zweiten Kreuzzug
teilzunehmen.
Unter seinem Einfluss breitete sich
der Zisterzienserorden über ganz Europa aus. Im Jahr seines Todes,
1153, gab es in seinem Orden 344 Klöster, von denen er alleine 72
gegründet hatte.
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